Das -in-der-Handbuch

Thema Verpackung

Quark im Glas

Das Nachhaltigkeits-Dilemma: Ich benötige Quark, um mich möglichst kohlenhydratfrei zu ernähren. Allein kein Münchner Wochenmarkt, geschweige denn ein Bio-Lebensmittelgeschäft führt Quark ohne Plastikbecher im Sortiment.

Lange habe ich deshalb notgedrungen Plastikquark gekauft und die Becher anschließend als Pflanzentöpfe oder für die Aufbewahrung von diesem oder jenem verwendet. Selbstredend ist das keine langfristige Lösung.

Just als ich überlegte komplett vegan, also quarkfrei und kohlenhydratfrei zu leben, was leider nicht so einfach ist, entdeckte ich in meiner Ökokiste den demeter-Quark im Glas:

Quark im Glas

Ich kaufe jetzt keineswegs mehr Quark als vorher und auch die vegane Variante ist noch nicht vom Tisch. Dennoch habe ich nun Gläser zum Einkochen und Einwecken und Quark, der stark macht! Danke tagwerk und danke demeter.

Sieht aus wie Plastik... ist aber Maisstärke!

Für unser 2. HuB-Treffen hatten wir uns die Aufgabe gestellt, dass jeder etwas zum Knabbern mitbringt, was wir möglichst verpackungsfrei besorgen, bzw. für den Fall, dass dies nicht gelingt, sollte es doch wenigstens ohne Plastik-Verpackung sein. Nur wo könnte man so etwas finden? Ich bin zu Alnatura gegangen, um in den Keksregalen zu suchen. Auf den ersten Blick sah es so aus, als würde es verschiedene Kekssorten geben, die in Pappe eingepackt sind. Die vorsichtige, genauere Überprüfung ergab allerdings, dass die Kekse in der Pappe zusätzlich in Plastik eingepackt sind. Also habe ich als nächstes eine der Angestellten gefragt, was es an Knabbersachen ohne Plastikverpackung geben könnte. Im ersten Moment ist ihr auch nichts eingefallen. Alnatura würde noch ganz auf Plastik-Verpackungen setzten, meinte sie. Dann hatte sie doch noch eine Idee und zeigte mir einen Schokoriegel Lovechock. Außen war er in recycelte Pappe eingepackt. Innen war er in eine durchsichtige Folie eingepackt, die wie eine ganz normale Plastik-Folie aussah. Auf die Folie war der Schriftzug kompostierbar aufgedruckt. Die Angestellte erklärte mir, dass die Verpackung aus Maisstärke hergestellt sei. Die Schokolade ist außerdem vegan, der Kakao wird laut Verpackung in biologischer Qualität angebaut und direkt von den Erzeugern in Ecuador bezogen.

Schokolade

Bei unserem Treffen haben wir dann noch darüber diskutiert, dass auch eine Umstellung von Plastik auf Maisstärke in großem Maßstab Probleme aufwerfen könnte. Es wurde gesagt, dass der Anbau von Mais in großen Monokulturen auch ökologisch schädliche Effekte mit sich bringe und die sog. Vermaisung bereits heute ein Problem sei. Ohne Zweifel sind jedoch Verpackungen, die sich einfach kompostieren lassen, im Sinne einer ökologisch-nachhaltigen Lebensweise Plastik-Verpackungen vorzuziehen. Die Schokolade wurde übrigens restlos aufgegessen und es hat sich niemand über den Geschmack beschwert. Mir hat sie geschmeckt.